#nachvorneträumen - Teil 1

Mensch in der Corona-Zeit

Also, ich, Bärbel, wollte mir sowieso zum Jahreswechsel 2019 / 2020 Zeit nehmen für Einkehr, Reflexion und Entwicklung neuer Produkte. Soweit so gut.

Dann ereilte mich eine Erkrankung zum 20. Dezember 2019, die mich bis zum 16. März 2020 auf Trab hielt. Dass dann aber anschließend die Corona-Pandemie fühlbar wurde in unserem Land durch Ausgangssperren, Absage von Veranstaltungen und – wie wir nun wissen – dem allgemeinen Runterfahren unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, das ist wirklich eine große ergänzende Pause, die da präsentiert wurde bzw. wird. In einem Geschäft, in dem man und frau davon leben, Menschen zusammenzubringen für Coaching, Supervisionen, Vernetzung, Fortbildung, Prozessbegleitung und Workshops, schon eine Hausnummer.

Veränderung ist unser Geschäft, wir nehmen die Herausforderung an.

Ich bin sogar ein klitzeklein wenig dankbar für diese groß angelegte Pause, die u.E. noch eine Weile anhalten wird. Schließlich haben wir uns Afterski, Karneval und so manche Coronaparty gegönnt, bevor wir wirksam wurden mit Ausgangssperre und Co.

Zurück zum Zustand der großen Zwangspause, die für viele nun angesagt ist, während andere im Pflege- und Gesundheitssektor sowie beim Aufrechterhalten der zivilen Infrastruktur und Lebensmittelversorgung Außergewöhnliches leisten für uns alle.

Welche neuen Entwicklungen ploppen nach oben?

Hier nur ein paar angerissene Skizzen, die gern vervollständigt werden dürfen …

  • Wir müssen uns wandeln und flexibel werden, weiter bisher geht bei kaum jemandem
  • Konkurrenz ist vermehrt der Kooperation gewichen, z.B. zwischen Krankenhäusern

  • Schüler*innen können auf virtuelle Lerninhalte zurückgreifen, Digitalisierung im Bildungsbereich kommt voran

  • Homeoffice, vorher oftmals ein no go, ist der Renner des Jahres

  • Konferenzen werden virtuell abgewickelt, Zeit, Geld und Umweltbelastung für nervenaufreibende Reisetägigkeit gespart

  • Ferien? Natürlich, auch die werden nun zu Hause absolviert.

  • Sicherlich sind auch Menschen, Familien überfordert und es gibt belastende Erlebnisse von Gewalt oder gar Missbrauch. Das darf nicht sein.

  • Trotzdem, weltweit sind wir als Menschheit aktiv geworden, GEMEINSAM zu handeln, um Menschen zu schützen!! Und haben das Business hinten angehängt. Einige früher, andere später … schließlich sind unterschiedliche Intelligenzgrade bei z.B. politischen Entscheidern gegeben.

  • Agiles Vorgehen hat sich entwickelt. Improvisation, kooperative und stetig angepasste Entscheidungen in Politik, im Gesundheitswesen, aber auch in Unternehmen, Schulen und Netzwerken zugunsten eines gemeinsamen Zieles, diese Pandemie mit möglichst wenig Schaden zu meistern, greifen.

  • Im Privaten ist Nachbarschaftshilfe angelaufen, Menschen meistern social distancing, das Gros hat die Hygieneetikette integriert ins tägliche Leben … das ist unglaublich!!!

  • Im Privaten aber auch in Firmen, Kultureinrichtungen und anderen Organisationen werden mit Liebe, Mitgefühl und Engagement Fertigungen umgestellt für relevante Gesundheitsprodukte, kostenfreie online-Erbaulichkeiten oder Nähanleitungen für Schutzmasken produziert. Oder das eigene Business umgestellt.

Menschen wollen handeln, wollen mithelfen. Viele Menschen wollen auch, dass diese Krise eine Transformation für etwas Gutes sei. Die Wohnungen sind nun geputzt und aufgeräumt, dann man auf zu größeren Anliegen … Nutzen wir die weitere Zeit zu Hause gemeinsam zum #nachvorneträumen.

Starten wir eine Generalüberholung unseres Modells des menschlichen Lebens!

Stellen wir die Weichen für gute und positive Entwicklungen, für tragfähige Leitideen einer lebens- und liebenswerten Weltgemeinschaft, in der das Miteinander mehr wiegt als egozentrierte materielle Interessen. Spüren wir also nach, welche Impulse und Sehnsüchte in uns an die Oberfläche ploppen … fangen wir an, das Meckern einzustellen und in kleinen zweier Gesprächsrunden, die sind ja erlaubt, oder über virtuelle Vernetzungen, uns zu fragen, was in der Post-Corona-Zeit anders sein dürfte?

Fallt euch nicht gleich ins Wort und beschimpft euch nicht als Träumer, Spinner, Gutmenschen, Öko oder was euch sonst noch einfällt. Sondern hört zu. Lasst es sacken, Fragt nach, warum ist dir das wichtig? Und was glaubst du, was hätte das für Folgen? Für Wirkungen? Nicht nur im jeweiligen Ego-Kosmos, sondern auch auf anderen Kontinenten? Lasst Phantasie und Herz walten! Seit über 45 Jahren mische ich mich als erwachsene Person ins Leben ein. Und so viele Themen sind Dauerbrenner! Ich fasse es nicht, wieso ändern wir es nicht?

Ich erinnere mich gern an einen Ausspruch einer Teilnehmerin einer Klausurtagung im letzten Jahr, als sich alle mental in das Jahr 2050 begeben hatten: “2050 ist Gewalt so geächtet, es braucht keine Frauenhäuser mehr!“ Ja, genau, das sind Utopien, die wir benötigen! Es ist an der Zeit, menschliche Reifung voranzubringen.

In Teil 2 geht es weiter mit meinen Ideen zum Thema #nachvorneträumen …

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